Autobahn mittels Spühlbohrverfahren gequert

AGRU Sureline Rohre ermöglichen effizientes Horizontal-Spülbohrverfahren um die Trinkwasserversorgung von Wels zu gewährleisten

Installationsjahr: 2015
Produkt: AGRU Sureline (PE 100-RC) mit Schutzmantel  
Dimension: 560 SDR 17
Medium: Trinkwasser
Temperatur: 15 °C

Um die Wasserversorgung während einer Trinkwasserspeicher-Sanierung zu gewährleisten, mehr Speicherkapazität zu erlangen und auch die umliegenden Gemeinden teilweise versorgen zu können, beschloss die E-Werk Wels AG einen weiteren Trinkwasserspeicher in Traunleiten zu errichten. Die Projektplanung und Ausschreibung wurde vom Auftraggeber an das Planungsbüro Hitzfelder und Pillichshammer vergeben. Die Leitungen zum Transport des Wassers von und zum Behälter sind auf den Außendurchmesser 560 mm und einen maximal zulässigen Betriebsdruck von 10 bar dimensioniert. Die größte Herausforderung stellte eine Querung der Autobahn dar. Die bauausführende RBS Rohrleitungsbau entschied sich in diesem Bereich für das effiziente und kostengünstige Horizontal-Spülbohrverfahren mit AGRU Sureline® mit Schutzmantel-Rohr.

Für Extremeinsätze entwickelt: AGRU Sureline® mit Schutzmantel-Rohr

Für die Installation mittels Spülbohrverfahren (Querung der Autobahn) als auch für die Verlegung im Rohrgraben wurde das AGRU Sureline® mit Schutzmantel-Rohr Dim. 560 mm SDR 17 gewählt. Ausschlaggebend dafür waren die hervorragenden Eigenschaften von PE hinsichtlich Flexibilität, geringem Gewicht sowie einfacher und schnell herzustellender Schweißverbindungen.

Dieses ÖVGW geprüfte Spezialrohr besteht aus einem hochwertigen PE 100-RC Rohr als Basis mit einem zusätzlichen, widerstandsfähigen PP Schutzmantel gegen Kratz- und Riefenbildung. Es wurde speziell für extreme Anforderungen an die Rohrwand entwickelt (z.B. für den Einzug mit alternativen Verlegemethoden wie Spülbohren oder Berstlining, aber auch für die Verlegung im Rohrgraben ohne Sandbett).

Die insgesamt 1500 m Schutzmantelrohr wurden mittels Heizelementstumpfschweißen verbunden. Der Schutzmantel wird bei diesem Produkt bereits werkseitig von AGRU vorabgemantel, sodass vor Ort diese Vorbereitungsarbeit nicht nötig ist. Nach dem Schweißen (entsprechend DVS 2207-1) füllt der Schweißwulst die abgemantelten Rohrenden komplett aus, wodurch eine saubere, ebene Oberfläche für problemloses Einziehen ohne Schwachstellen entsteht.

Querung der Autobahn mittels Spühlbohrverfahren - Rohrstrang mit 25 t Zugkraft verlegt

Um die Schutzmantelrohre mit Außendurchmesser 560 mm in die Bohrkanäle einziehen zu können, wurden Pilotbohrungen gemacht und diese anschließend mit einem „Räumer“ (Aufweit-Bohrkopf) auf einen Durchmesser von 750 mm aufgeweitet. Als nächster Arbeitsschritt wurde der Räumer in der Startgrube mit den bereits vorgeschweißten, je 125 Meter langen Rohrsträngen verbunden und rückwärts bis zur Zielgrube eingezogen.

Statt klassischem Bentonit wurde hier eine spezielle Drillmix-Bohrspülung gepumpt. Drillmix ist eine Zement-Bentonit Mischung, die im Ringspalt der Bohrung verbleibt und aushärtet. Aufgrund der hohen statischen Anforderung an die Rohrleitung, ausgehend von der darüber liegenden Autobahn, ist diese Maßnahme nötig. Der Einzug der Rohrstränge dauerte jeweils ca. 2 Stunden. Die maximale Zugkraft auf den Rohrstrang während des Einzuges betrug ca. 25 t. Unter den vorherrschenden Bedingungen ergibt sich eine errechnete maximal zulässige Zugkraft von ca. 70 t. Das AGRU Sureline® mit Schutzmantel-Rohr in dieser Dimension hat hier also immer noch genügend Reserven übrig und wurde in keinster Weise überbeansprucht.

Nach dem Einzug der Rohre wurde die Oberfläche des Schutzmantels in der Zielgrube begutachtet. Riefen und Kratzer von max. 1,5 mm Tiefe waren ersichtlich. Bei einer Schutzmanteldicke von 3 mm ist die Unversehrtheit und absolute Betriebstauglichkeit des PE 100-RC Innenrohres sichergestellt. Der Spülbohrabschnitt konnte nun abgeschlossen werden.

Bifilare E-Muffen von AGRU erleichtern Grabenverlegung

Die weitere Verlegung der Rohrleitung erfolgte in der konventionellen Grabenbauweise. Die geraden Abschnitte der Rohrleitung wurden größtenteils mit Heizelementstumpfschweißung, und die einzelnen Segmente mittels Heizwendelschweißung verbunden. Hierzu kamen mechanisch gefertigte E-Muffen DA 560 SDR 17 von AGRU zum Einsatz. Aufgrund des bifilaren Designs (2 getrennte Heizzonen - beide Seiten können getrennt voneinander geschweißt werden) konnten die Rohre auf einer Seite vorgeschweißt werden. Diese Vorgehensweise hat den Schweißprozess im Rohrgraben deutlich vereinfacht und verkürzt.

Für Richtungsänderungen der Rohrleitung wurden gedrückte Bögen mit großem Biegeradius verwendet, welche sich durch sehr gute Strömungseigenschaften und geringe Druckverluste auszeichnen. Die Rohrleitung wurde abschließend mittels Flanschverbindung an das Hochbehälterbauwerk angeschlossen.

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