Formteile der Spitzenklasse

AGRU feiert 50 Jahre Formteil-Fertigung und stellt das gesamte Lieferprogramm an elektroschweißbaren und stumpfschweißbaren Formteilen komplett auf PE 100-RC um.

Seit 50 Jahren setzt AGRU den Standard in der Produktion von thermoplastischen Rohrsystemen. Insbesondere das komplette Sortiment an Formteilen, den Verbindungsstücken in den Rohrleitungen, differenziert den oberösterreichischen Kunststoffspezialisten vom Wettbewerb. Der Innovationsbogen spannt sich dabei von den europaweit ersten Spritzgussformteilen in den 1960er Jahren bis hin zu elektrisch schweißbaren Formteilen aus PE 100-RC. Das ist der beste aktuell am Markt verfügbare Rohstoff. AGRU Formteile aus PE 100-RC bieten erhöhte Betriebssicherheit bei Punktlastbeanspruchung und können kostengünstig ohne Sandbett verlegt werden.

Das PE-Rohrleitungssystem AGRULINE ist die wirtschaftlichste Lösung, wenn es um den sicheren Transport von Gas, Wasser oder Abwasser geht. Über Jahrzehnte optimiert, zeichnet sich das System durch höchste Maßhaltigkeit, einfache Installation, jahrelange Wartungsfreiheit und ein umfassendes Formteilsortiment aus. Dieses ermöglicht Richtungsänderungen im Leitungssystem und sorgt für dauerhafte Verbindungen. Deshalb hat AGRU das gesamte Lieferprogramm an elektroschweißbaren und stumpfschweißbaren Formteilen komplett auf PE 100-RC (resistant to crack) umgestellt. Dadurch steigt die Widerstandsfähigkeit gegenüber induzierten Spannungsrissen und Punktlasten im Vergleich zu herkömmlichem PE 100 um das 2,5-fache.  Erstmals können Kunden Rohre und Formteile, also das komplette Leitungssystem, aus dem hochwertigsten PE-Rohstoff beziehen. Durch den möglichen Verzicht auf Sandbettung spart dies Zeit und Kosten während der Verlegung. Und im nachfolgenden, jahrzehntelangen Betrieb sind höchste Betriebssicherheit und Resistenz auch gegenüber seismischen Ereignissen als realistisch zu betrachten.

Sichere Verbindungen seit 50 Jahren

Diese  technologische Errungenschaft baut auf einem halben Jahrhundert Innovationstätigkeit auf. Denn im Jahr 2016 feiert AGRU ein besonders Jubiläum – seit 50 Jahren sorgen die Formteile des Unternehmens für kraftschlüssige und dichte Verbindungen. 1948 als Schlosserei gegründet, stieg das Unternehmen 1961 in die PE/PP-Verarbeitung ein. Fünf Jahre später wurden Spritzguss-Maschinen für Formteile angeschafft. Somit war AGRU der erste Hersteller in Europa, der Rohre und Formteile aus einer Fertigung lieferte. Der Produktivitätsgewinn in der Produktion war enorm, denn bisher hatte man jeden Formteil in mühsamer Handarbeit aus einzelnen Rohrsegmenten zusammengeschweißt. Die Kunden profitierten von der deutlich erhöhten Druckbeständigkeit, einer wesentlich kompakteren Bauweise und dank der nahtlosen, glatten Innenflächen von verbesserten Fließeigenschaften. Zudem erhöhte die nun ermöglichte Lagerhaltung in Standardgrößen die Lieferfähigkeit dramatisch.

Umstellung auf zentralen Anguss

Für noch perfektere Formteile stellte der Technologietreiber AGRU in den 1980er Jahren seine Spritzgussanlagen auf zentralen Anguss um. Dabei wird das aufgeschmolzene Material unter hohem Druck schnell und gleichmäßig in den Formhohlraum gefüllt. Das Ergebnis sind Formteile ohne Fließnähte und somit ohne potenzielle Schwachstellen. Die nun gemessenen Zeitstandfestigkeiten lagen weit über jeder Norm. Auch in den folgenden Jahren spielte AGRU eine Führungsrolle und produzierte eine Vielzahl an Dimensionen zwischen 20 mm und 500 mm Durchmesser in unterschiedlichen technischen Kunststoffen auf seinen Spritzgussmaschinen. Formteile für Sattelschweißungen, für die Installation von Abzweigungen von der Hauptleitung, hat AGRU seit den 1980er Jahren ebenfalls im Programm. Diese technologisch ausgereiften und tausendfach erprobten Anbohrschellen, Stutzenschellen und Druckanbohrventile befinden sich teilweise bereits in der vierten Produktgeneration. Entsprechend einwandfrei, präzise und sicher funktionieren sie im Einsatz. Auch die druckbeständigen, besonders sicheren Kugelhähne mit integriertem Getriebe stärkten das AGRU Image als Qualitäts- und Innovationsführer.

Platz- und zeitsparende Heizwendelformteile

Zu Beginn der 1990er Jahre revolutionierte AGRU mit der Fertigung von Heizwendelformteilen die Verlegung von Kunststoffrohrleitungen. Dabei wird ein Heizdraht, die sogenannte Heizwendel, in speziell dafür entwickelte Formteile eingegossen oder eingepflügt. Durch die Einbettung der Heizwendel im Formteil sind die empfindlichen Drähte gegen Beschädigungen von außen, z. B. während der Montage, sicher geschützt. Die glatte Oberfläche der Formteile erlaubt eine einfache Reinigung vor der Verschweißung. Die Schweißung selbst erfolgt mittels elektrischer Energiezufuhr über ein entsprechendes Heizwendelschweißgerät. Alle erforderlichen Schweißparameter werden mittels eines Barcodes eingelesen. Dieser Barcode wird auch Schweißcode genannt und befindet sich auf dem entsprechenden Heizwendelformteil. Nachdem die Schweißung gestartet wurde, erwärmen die integrierten Heizwendeldrähte Rohr und Formteil auf Schweißtemperatur und sorgen für eine untrennbare Verbindung. Der Vorteil der Heizwendelschweißung liegt neben der einfachen und raschen Handhabung auch im platzsparenden Design der Schweißmaschinen. Einen zusätzlichen Nutzen bieten bifilare Heizwendelmuffen, denn hier ist jede Seite separat schweißbar. So können Muffe und Rohr noch vor dem Einheben in den beengten Graben einseitig miteinander verschweißt werden.

Innovationsführerschaft auch bei Fluorkunststoffen

Auch bei Leitungssystemen aus Fluorkunststoffen, die sich durch exzellentes Auslaugverhalten und höchste chemische Beständigkeit auszeichnen, war und ist AGRU führend. So entwickelte AGRU bereits 1976 das weltweit erste Reinstmedien-Rohrsystem aus dem Rohstoff PVDF, das damals wie heute unter dem Markennamen „PURAD“ vor allem in der Halbleiterindustrie für Reinstwasseranlagen zum Einsatz kommt. Neben zahlreichen Stumpfschweißformteilen zählen auch Heizwendelmuffen zum Lieferprogramm. 1990 folgte aufgrund des verstärkten Trends zu chemischen Anwendungen mit hoher Temperatur und aggressiven Medien eine PURAD-Variante aus dem Rohstoff ECTFE, einem der beständigsten Fluorpolymere überhaupt. Auch hier war AGRU der erste Hersteller eines solchen Rohrsystems. Im Juni dieses Jahres setzte AGRU einen weiteren Produktionsstandard für Reinstmedien-Rohrsysteme aus PVDF und eröffnete das Werk 5, ein Reinraumwerk auf dem letzten Stand der Technik.

Die Kunststofftechniker bei AGRU haben die Zukunft im Visier. Nur wer sich schon heute mit den kunden- und zielgruppenspezifischen Anforderungen von morgen beschäftigt, wird auch in Zukunft erfolgreich sein. Themen wie die weitere Optimierung der Montagezeiten, noch bessere Fließeigenschaften, Formteile in noch größeren Dimensionen und die Aufrechterhaltung der Technologieführerschaft haben für „The Plastics Experts.“ auch weiterhin oberste Priorität.

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