Mein Arbeitstag bei AGRU

Lehre bei AGRU mit Tobias

Wir haben unseren jungen Lernenden Tobias während eines ganz normalen Arbeitstages bei AGRU begleitet. Ungekürzt und ehrlich berichtet er von seinen Tätigkeiten und gibt Einblicke in die Lehre bei AGRU.

Hallo, mein Name ist Tobias und ich arbeite seit September 2015 bei AGRU. In Bad Hall absolviere ich eine Lehre zum Kunststoffformgeber. Zuvor hatte ich in mehreren Kunststofffirmen Schnuppertage absolviert. Bei AGRU hat es mir mit Abstand am besten gefallen. Dass die Leute hier freundschaftlich miteinander umgehen, das hat für mich am meisten gezählt. Auch das Aufgabengebiet ist spannend.

Normalerweise arbeite ich im Werk 1 im Spritzguss. Dort entstehen Formteile, die im Rohrleitungsbau als Verbindungsteile eingesetzt werden. Diese sogenannten „Fittings“ werden in Spritzgießmaschinen hergestellt. Dabei wird der jeweilige Kunststoff (meistens Polyethylen oder Polypropylen) verflüssigt und in eine Form, dem Spritzgießwerkzeug, unter Druck eingespritzt. Im Werkzeug kühlt der Formteil ab und härtet aus. Nach dem Öffnen des Werkzeuges entnehme ich den Fertigteil. Bei AGRU spritzen wir Formteile im Gewichtsbereich von wenigen Gramm bis zu 73 kg.

08:15 - Diese schwarzen Formteile bestehen aus dem Material Polyethylen. Ich habe sie selbst im Werk 1 in einer Spritzgießmaschine produziert!

Heute arbeite ich im Werk 2 in der Schweißabteilung. Hier muss ich die Kunststoffformteile, die ich im Werk 1 produziert habe, mit Rohren verschweißen und sogenannte „Prüfbäume“ herstellen. Das sind kurze, geschlossene Rohrsysteme, die später unter Druck und Temperatur auf Dichtheit überprüft werden. Das Schweißen ist eine coole Sache.  Es ist eine völlig neue Tätigkeit für mich und ich bekomme ein Gefühl dafür, wie man auch auf der Baustelle ein komplettes Rohrleitungssystem installiert.

Zuerst hoble ich den Formteil und das Rohr. Dazu muss ich Rohr und Formteil ganz exakt in die Stumpfschweißmaschine einspannen. Das Hobeln sorgt dafür, dass die zu schweißenden Endflächen komplett plan werden und ohne Spalt aufeinanderpassen.

09:00 - Heute muss ich ganz genau arbeiten. Höchste Konzentration ist beim Einrichten der Schweißmaschine gefragt.

09:20 - Die Schweißparameter, das sind die Angaben zur notwendigen Schweißtemperatur, dem Anpressdruck zwischen den beiden Teilen und der Zeit, kann ich im Handbuch ablesen und  anschließend auf der Maschine einstellen.

09:40 - Dann muss ich nur noch den Schweißspiegel einheben. Das ist nichts anderes als eine 200 Grad heiße Scheibe, die den Kunststoff an den zuvor gehobelten Enden verflüssigt.

11:00 - Die gleichen Arbeitsschritte habe ich parallel auch mit Rohren und Formteilen aus dem Werkstoff Polypropylen auf einer zweiten Schweißmaschine durchgeführt. Der fertige Prüfbaum ist das Ergebnis.

14:00 - in der Prüfabteilung werden die von mir geschweißten Prüfbäume dann mit Druckluft gefüllt und unter Wasser getaucht.  Das Ergebnis meiner Arbeit – Spritzgießen und Schweißen – wird hier direkt auf den Prüfstand gestellt.

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